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Bei schlechtem Wetter

Das Museum «The Story of Berlin» (Kurfürstendamm 207-208) gewährt in zwei Stunden einen guten Überblick über die Stadt. Das kleinere Heinrich-Zille-Museum zeigt Werke dieses Künstlers (1858 1929), die die Industrialisierung Berlins und das Leben der Stadtbevölkerung darstellen. Ein eindrücklicher Ort an der Propststrasse 11.

 

In Zukunft

Das Berliner Stadtschloss wird wieder aufgebaut. Man geht von Kosten von 400 Millionen Euro aus, an denen sich alle beteiligen können, wenn sie einen oder mehrere Steine für das Gebäude kaufen. Vorgesehenes Einweihungsdatum: 3. Oktober 2015, dem 25. Jubiläum der Wiedervereinigung
Deutschlands.


 
 

Berlin
Eine Stadt in Bewegung

Unbebautes Gelände und in den Himmel ragende Kräne soweit das Auge reicht – so sieht Berlin im Moment aus. Wie Phönix aus der Asche entsteht die Stadt neu.


Berlin Charlottenburg

Ein Stich aus dem 19. Jahrhundert zeigt die sandige Senke Brandenburgs durchsetzt mit Städten und
Dörfern. Im 20. Jahrhundert wuchs die 890 km2 umfassende Fläche zu einer Grossstadt zusammen,
in der man Paris mit seinen 20 Arrondissements acht Mal unterbringen könnte.
Dann aber kamen ein erster Krieg, die Extravaganz der 1920er Jahre, die Weltwirtschaftskrise, ein zweiter Krieg und die Absicht Hitlers, aus Berlin die Germania der Welt zu machen – und dann lange nichts mehr. Wirklich nichts mehr? Doch, eine Mauer. Im Westen wurde die Gedächtniskirche
zu einem Symbol des Kapitalismus. Im Osten versuchte der Fernsehturm des kommunistischen Regimes diesen zu übertrumpfen. Vergeblich, der Zusammenbruch folgte 1989.

 

Ein Nachmittag in der Hauptstadt


Berlin KonopkesImbissBerlin ist nicht einfach zu fassen. Der Besucher verfügt nicht über die Gelassenheit des Einheimischen, der weiss, dass nichts für immer Bestand hat und dass hier alles ständig in Bewegung bleibt. Dieser einzigartige, jedoch etwas verunsichernde Charme zeichnet die Stadt aus. Wagen Sie sich ins Labyrinth des öffentlichen Verkehrnetzes (die Distanzen sind beträchtlich), um so viele Facetten der Stadt wie möglich zu erkunden, bevor Sie versuchen, sich ein Gesamtbild zu machen. Die U-Bahn-Linie U2 (die entge gen ihrem Namen häufig oberirdisch verläuft) bringt Sie ins trendigste Quartier, den Prenzlauer Berg.

Steigen Sie an der Station Eberswalder Strasse aus. Unter den Gleisen versteckt sich Konnopkes Imbiss, eines der ältesten Lokale der Stadt, das seit 75 Jahren die besten Würste Berlins verkauft.

Gehen Sie weiter durch die Kastanienallee bis zur Nummer 12 und entdecken Sie den Hirschhof, die Höfe und Hinterhöfe des Gebäudes, die in einen kleinen Park münden. Dieser Wohnkomplex auf 40 mal 130 Metern umfasste früher 300 Kleinstwohnungen, in denen rund 2000 der ärmsten Berlinerinnen und Berliner hausten. Was zur Zeit in Berlin passiert, ist eher ein Sanieren als ein Renovieren. Einige Beispiele von Gebäuden, die von gut verdienenden Yuppies komplett neu gestaltet wurden, befinden sich in der Nähe und wechseln sich ab mit baufälligen und von Anhängern der Alternativkultur besetzten Häusern (Oderberger Strasse 40 und 44).

Um während des Spaziergangs kreuz und quer über den Prenzlauer Berg ein kleines Hüngerchen zu stillen, schalten Sie eine Pause in der Kiezkantine (OderbergerStrasse 50), im Café Entwederoder oder auch in der ehemaligen Schultheiss-Brauerei ein, die zu einem lebhaften Freizeitkomplex und Nachtlokal geworden ist. Danach können Sie die Strassenschilder und Strassenlaternen an der Husemannstrasse bewundern und schliesslich in den Kollwitzplatz einbiegen. Die Statue von Käthe Kollwitz ehrt die Künstlerin, die in ihren Werken das menschliche Leid und Elend dargestellt hat. Wer mehr über sie erfahren möchte, findet an der Fasanenstrasse 24 das ihr gewidmete Museum.

 

Berlin

Am nächsten Tag

Friedrichstrasse, Unter den Linden, Alex (um nicht zu sagen Alexander-Platz, immer noch ein Niemandsland), die Holocaust-Gedenkstätte sowie der Reichstag stehen auf dem Programm. Die
3000 m2 grosse Glasfassade der Kuppel dieses Gebäudes, das zwischen 1884 und
 894 erbaut wurde, gewährt eine einzigartige Panoramasicht auf Berlin. Es gibt noch viele erstaunliche Orte zu entdecken, so zum Beispiel das Wintergarten Varieté Theater an der Potsdamer Strasse 96, wo schon der Clown Grock auftrat. Kein Witz.

 

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Deutsches Verkehrsbüro
Talstrasse 62, 8001 Zürich, Tel.: 044 213 22 02. Karin Storz berät Sie competent auf Deutsch und Französisch.

Offizielle Websites:
www.berlin.de
www.berlin-tourist-information.de
www.berlin-tourism.de